Admiral Griffin berichtet:
Im Anhang finden sich Zusammenfassungen von Commander Bonds Militärdiensten. Sie sind nach Dienstbereichen einsehbar:
Britannia Royal Naval College
Commander Bond erzielte in allen Trainingsbereichen überragende Leistungen. Seine Aufnahme in den Militärdienst schien das Beste aus ihm herauszuholen. In den akademischen Kursen schnitt er mit passablen Noten ab. Er glänzte in sportlichen Wettkämpfen und strategischen Operationen sowie in Spionageabwehrkursen, handelte sich jedoch wegen seiner unkonventionellen Einstellung zu seiner Ausbildung, seiner zaghaften Haltung gegenüber seinen Vorgesetzten und seiner Verstöße gegen die Ausgangsregeln zahlreiche Minuspunkte ein. Des Öfteren drängte sich der Verdacht auf, dass ein Mitkadett log, um Commander Bond vor Strafe zu bewahren.
Dienst zur See
Commander Bond verdiente sich während seines einjährigen Dienstes zur See von seinen Oberboots- und Oberstabsbootsmännern höchstes Lob. Er bewarb sich um eine Stelle im Nachrichtendienst der Navy und wurde dafür unisono auch empfohlen.
Die frühen Dienstjahre
Bond diente sowohl vor als auch während der Operation Granby als Nachrichtenoffizier auf der HMS Exeter, konnte sich später zu den U-Booten versetzen lassen und diente dort auf der HMS Turbulent. Seine angeborenen Fähigkeiten, seine geistige Agilität und sein Selbstvertrauen beeindruckten seine Kommandeure. Innerhalb eines Jahres nach seiner Abstellung auf die HMS Turbulent wurde klar, dass Bond mit diesen Aufgaben nicht ausreichend ausgelastet war, und er meldete sich als Freiwilliger für den Special Boat Service.
Ausbildung bei den Special Forces
Bei dem Schwimm- und Kanutentraining SC3 sowie bei dem Unterwasser- und Kampfschwimmertraining erzielte Commander Bond Bestleistungen. Nach nur wenigen Übungen erreichte oder übertraf er regelmäßig seine vorgesetzten Offiziere und Ausbilder. Bei der Haftminen-Nachtoperation in Plymouth gelang es ihm als einzigem Kandidaten, alle Entdeckungsbemühungen zu umgehen. Zunächst bestanden Zweifel, ob er die Mission tatsächlich weisungsgemäß erfüllt hatte, bis er die geniale Methode demonstrierte, mit deren Hilfe er alle Unterwasser-Infrarotkamera- und -Sonarsysteme überlistet hatte. Seine Techniken wurden umgehend in die Ausbildung übernommen.
Nach Abschluss seines Unterwasser- und Kampfschwimmertrainings begann Commander Bond mit einer Ausbildung als Fallschirmjäger der Vorhut in Brize Norton. Im Anhang finden Sie einen Bericht seines Ausbilders (Name weggelassen):
Leutnant Bond hat heute an der ersten Freifall-Gruppenübung teilgenommen, bei der folgender Zwischenfall auftrat: In 700 m Höhe riss der Reißleinengriff des dritten Springers, Lt. Cameron, ab, und er geriet in Panik. Der vierte Springer, Lt. Bond, sah, was los war, und schaffte es unter großer persönlicher Gefahr, Lt. Cameron in etwa 300 m Höhe abzufangen und seinen Schirm zu öffnen. Seinen eigenen Schirm öffnete Lt. Bond dann in 150 m Höhe. Lt. Camerons Hüfte wurde bei der Landung zerschmettert, während Lt. Bond ohne schwerere Verletzungen davonkam.
Seine Leistungen während des Trainings brachten ihm anstatt eines Einsatzes als Schwimmer-Kanute mit den regulären SBS-Einheiten in Poole einen Platz in der 030 Special Forces-Einheit ein.
Während seiner weiteren Ausbildung bei der 030 Special Forces-Einheit erwarb Commander Bond Zertifizierungen zur Führung von Kampfhubschraubern, Harrier-Jets, Starrflügelflugzeugen, Hovercrafts, Kampfbooten, gepanzerten und sonstigen Kraftfahrzeugen.
030 Special Forces-Einheit
Commander Bond diente mit Auszeichnung in der 030 Special Forces Unit. Er besaß die Fähigkeit, andere Kandidaten auszubilden, Sportwettkämpfe zu organisieren und für eine kreative Umgebung zu sorgen. Während seiner dreijährigen Tätigkeit bei der 030 Special Forces-Einheit stieg Commander Bond in den Rang eines Korvettenkapitäns auf. Er arbeitete im Irak, in Somalia, im Iran, in Libyen im Geheimdienst und in Bosnien im aktiven Dienst. Nachdem er seinen Dienst in Bosnien abgeleistet hatte - wo ihm in einem Dorf die Rettung von fast 100 Männern vor einer serbischen Miliz zugeschrieben wurde - wurde Bond von der Royal Navy Reserve Defence Intelligence Group rekrutiert und in den Commander-Rang befördert.
Defence Intelligence Group RNR
Bei der Defence Intelligence Group im Defence Intelligence and Security Center in Chicksands arbeitete er zur höchsten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten; allerdings stellten seine Mitoffiziere fest, dass Bond gegenüber der Befehlsstruktur und dem Protokoll eine ziemlich saloppe Einstellung hatte. Seiner Arbeit waren in kritischen Momenten wichtige Erkenntnisse über Libyen, den Irak und den Iran, Afghanistan, Zypern, Indonesien, China (während der Übergabe von Hongkong) und Nordkorea zu verdanken. In Libyen konnte Bond detaillierte Bewertungen zum Status der angeblichen finanziellen Verbindungen zwischen der libyschen Regierung und zahlreichen Terroristenorganisationen sowie kritische Informationen im Zusammenhang mit der Beilegung von Streitfragen im Fall von PanAm-Flug 103 beschaffen. Im Irak gelang es Commander Bond, im Laufe eines besonders kritischen Zeitraums irakische Gegenzüge als Reaktion auf die UNSCOM-Inspektionen (jetzt UNMOVIC) zu überwachen. Er unternahm eine besonders gefährliche Mission in Afghanistan, wo er einen Forscher rettete, der der Regierung ihrer königlichen Hoheit besonders wichtig war und der von der Taliban-Regierung gefangen gehalten wurde. Während der S300-Raketenkrise auf Zypern half Commander Bond, das Selbstvertrauen der Regierung der Republik Zypern zu untergraben und so zu einer friedlichen Lösung der Lage beizutragen. Während seines Dienstes bei der DI Group RNR belegte Bond in Cambridge (wo er sich in orientalischen Sprachen eine Eins verdiente), Oxford und an anderen Lehranstalten Kurse. Er verließ die DI Group RNR, nachdem er vom MI6 rekrutiert worden war.


