Month: March 2017

Vier Jahre sind seit “Stirb an einem anderen Tag” vergangen, da liefert Regisseur Martin Campbell mit “Casino Royale” eine brillante Fortsetzung der erfolgreichen und spannenden Actionfilm Reihe ab. Bereits zu Beginn des knapp zweieinhalbstündigen Bond-Abenteuers erfährt der Zuschauer in schwarz-weißem Bild, auf welche Weise sich Bond für die Mitarbeit in der Doppel-Null-Abteilung qualifiziert. Mit zwei von ihm ausgeführten Auftragsmorden startet der Agententhriller ungewohnt rau. Gentlemen-Bond Fehlanzeige. Nachdem es ihm nicht gelingt, seinen ersten Auftrag als Doppel-Null-Agent zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten M auszuführen, wird er vom Fall abgezogen, was ihn jedoch nicht daran hindert, auf eigene Faust weiter zu ermitteln und einen Gegner auszuschalten. Bond wird schließlich mit der Aufgabe betraut, an der Seite der Mitarbeiterin des britischen Schatzamtes Vesper Lynd den genialen Spieler Le Chiffre beim Pokerspiel zu besiegen, um diesen unter Druck setzen zu können. Le Chiffre selbst spielt, um Geld für terroristische Aktivitäten zu gewinnen. Im Titel gebenden Casino Royale in Montenegro geraten Bond und seine attraktive Partnerin regelmäßig heftig unter Beschuss. Nachdem sie die Anschläge von Le Chiffre und seinen Handlangern überleben, finden die beiden allmählich zueinander, was sie in noch größere Gefahr bringt.

Martin Campbell bietet mit “Casino Royale” überdurchschnittliche Action-Kost. Hin und wieder will er es aber zu genau wissen, sodass vor allem das Ende unnötig lang erscheint und dadurch an Tempo und Spannung verliert. Ein wenig kitschig wird es, was aber am ersten James-Bond-Roman “Casino Royale” von Ian Fleming liegen dürfte, welcher dem Film als Vorlage dient.